Empa-Jahresbericht 2019 ist online

Tauchen Sie ein in die spannende Welt der Forschung und Innovation; Sie werden überrascht sein, wie breit die Empa das Spektrum der angewandten Forschung im Bereich der Materialwissenschaften und Technologieentwicklung definiert.
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Die Rolle der Empa in der Innovationskette

Im April 2019 hat eine internationale Expertenkommission die sechs Institutionen des ETH–Bereichs evaluiert. Dies war auch für uns an der Empa eine hervorragende Gelegenheit, unsere Rolle im Innovationsprozess sowie unsere Einzigartigkeit in der Schweizer Forschungslandschaft zu hinterfragen und zu schärfen. Um es vorwegzunehmen: Die Expertenkommission hat die herausragende Qualität des ETH-Bereichs als Ganzes hervorgehoben und dessen Leistungen positiv gewürdigt, daneben aber auch einige Empfehlungen zur Weiterentwicklung abgegeben.

Die besondere Stellung der Empa innerhalb des ETH-Bereichs als Innovationskatalysator spiegelt sich unter anderem in unserer Byline wider: Materialforschung und Technologie. Denn bahnbrechende Innovationen basieren zum einen auf wissenschaftlicher Exzellenz, erfordern andererseits aber auch einen ganzheitlichen Ansatz, der Grundlagenforschung mit praktischer Anwendung verknüpft. Diesen Grundsatz leben wir an der Empa, indem hochgradig diversifizierte Wissenschaftlerinnen und Ingenieure aus den unterschiedlichsten Disziplinen in kleinen, schlagkräftigen Teams zusammenarbeiten.

Die zahlreichen Forschungs- und Innovationsprojekte führen dabei zu einer kontinuierlichen Erweiterung unseres Knowhows – und damit zum Aufbau eines «institutionellen» Gedächtnisses, das bei den vielen langjährigen Kooperationen mit unseren Industriepartnern einen oft entscheidenden Mehrwert darstellt. Denn die Umsetzung technologischer Innova-tionen benötigt nicht selten zwischen 10 und 20 Jahren, da ist wissenschaftliche Kontinuität von zentraler Bedeutung.

Indem sie Partner aus Industrie und Forschung zusammenbringen, spielen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Empa im Innovationsprozess in der Schweiz eine Schlüsselrolle. Darauf basiert unsere führende Stellung in der angewandten Forschung und im Technologietransfer, und genau damit grenzt sich die Empa auch klar von den hiesigen Universitäten und Hochschulen mit ihrem Fokus auf Forschung und Lehre ab.

Ein zentrales Element sind dabei die Wissens- und Technologietransfer- Plattformen wie NEST, move, das «Coating Competence Center» sowie die Initiative zu den neuen Fertigungstechnologien (s. S. 22 ff.), die sich allesamt an den fünf Forschungsschwerpunkten der Empa (s. S. 32 ff.) orientieren. In diesen Grossprojekten, die gleichsam eine Art Leuchtturmfunktion für die Empa haben, arbeiten unsere Forschenden mit ihren Partnern aus Industrie und öffentlichen Einrichtungen – insgesamt ein Netzwerk aus mehr als 1100 Partnerinstitutionen – Hand in Hand, um den Innovationsprozess in verschiedenen für unser Land zentralen Sektoren zu beschleunigen. Nur so können wir einen echten Mehrwert für unsere Gesellschaft und unsere Volkswirtschaft mit ihren zahlreichen KMU bieten.

Prof. Dr. Gian-Luca Bona


Weitere Informationen

Appendix 2019: Preise, Publikationen, Konferenzbeiträge, Lehrtätigkeit, Dissertationen

Jahresrechnung 2019