Demonstrationsplattformen

Technologische Innovationen entstehen meist im Labor. Doch was im Labormassstab bestens funktioniert, ist noch lange keine Blaupause für eine grosstechnische Umsetzung. Der Weg von der Invention, der Entwicklung im Labor bis hin zur erfolgreichen Innovation, die sich am Markt behauptet, ist oft lang und reich an Hindernissen. Um den Innovationsprozess zu beschleunigen, hat die Empa verschiedene Demonstratoren, so genannte Research and Technology Transfer Platforms (RTTPs), aufgebaut. Dabei handelt es sich um Grossprojekte mit mehreren Forschungspartnern, die in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und unter Leitung der Empa marktfähige Lösungen im Gebäude-, Mobilitäts- und Energiebereich hervorbringen sollen.
Es gibt wohl kaum einen anderen Wirtschaftsbereich, in dem es so schwierig ist, neue Konzepte und Ideen am Markt umzusetzen wie im Bausektor. Damit sich ein neues Material oder System in der Praxis bewähren kann, sind Demonstrationsplattformen wie NEST notwendig. Dank NEST kommen Innovationen am Bau schneller und ausgereifter auf den Markt.
Die Mobilität von morgen muss energieeffizienter und sauberer sein. Eine Chance bietet die Umwandlung erneuerbarer Energien in Energieträger wie Wasserstoff oder synthetisches Gas und deren Nutzung als Treibstoffe. In move, der Demonstrationsplattform für zukünftige Mobilität, wird dies erstmals technisch für verschiedene Antriebskonzepte realisiert.
Der Energy Hub, kurz ehub, ist eine «Energiedrehscheibe» mit dem Ziel, das Energiemanagement auf Quartierebene zu optimieren. In Verbindung mit NEST und move ermöglicht es ehub, die Energieflüsse im Mobilitäts-, Wohn- und Arbeitsbereich miteinander zu koppeln, neue Energiekonzepte in der Praxis zu testen und das Potenzial für Effizienzsteigerung auszuloten.

Digitale Technologien verändern die Wettbewerbslandschaft in den Bereichen Gebäude, Energie und Mobilität. Der «Digital Hub» (dhub) verbindet die drei Forschungs- und Demonstrationsplattformen NEST, move und «Energy Hub» auf dem Empa-Areal in Dübendorf auf digitaler Ebene – und koppelt damit den Gebäude- mit dem Energie-und Mobilitätssektor.
self – gewissermassen der Vorgänger von NEST – ist eine energieautarke Raumzelle, die zwei Personen als Wohn- und Arbeitsort dient. Im Fokus steht der Umgang mit begrenzten Ressourcen. self kann einfach und rasch transportiert werden und eignet sich dadurch für den Einsatz an verschiedensten Standorten wie auch zu Demonstrationszwecken.