Minderung von CO2-Emissionen

CO2 ist zugleich ein Reaktionspartner und ein Produkt von lebenden Organismen und damit ein wesentlicher Teil der Stoffkreisläufe des Lebens. Überdies ist CO2 aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften ein wichtiger Einflussfaktor für den Zustand der Atmosphäre und der Hydrosphäre.

Durch die Fähigkeit des Kohlendioxids, Infrarotstrahlung zu absorbieren, wird beispielsweise die Temperatur der Atmosphäre stark durch die CO2-Konzentration darin beeinflusst. Ebenso korreliert der pH-Wert der Ozeane direkt mit ihrem CO2-Gehalt. Aus diesem Grund steigt durch die verstärkte Freisetzung von CO2 im Zuge des massiven Einsatzes fossiler Brennstoffe der CO2-Gehalt in der Atmosphäre und in den Weltmeeren stetig an (IPCC).

Um das Ausmass der Erdwärmung zu begrenzen, müssten die CO2-Emissionen reduziert oder zumindest stabilisiert werden. Allerdings werden flüssige Brennstoffe auf Kohlenstoffbasis auf absehbare Zeit weiterhin eine wichtige Quelle gespeicherter Energie darstellen. Durch die Erforschung und Entwicklung neuer Ideen zur Verringerung von anthropogenen CO2-Emissionen möchte die Empa dazu beitragen, diesen Widerspruch zu überwinden. Dazu gehören folgende Bereiche:

  • Erforschung und Entwicklung von erneuerbaren Energien mit Blick auf die Erzeugung, Speicherung und Umwandlung
  • Materialwissenschaften im Bereich der CO2-Abscheidung
  • CO2-Nutzung, z.B. als Eingangsstoff für die Brennstoffproduktion (Strom zu Gas und Verflüssigung des dabei gewonnenen Gases, d.h. Power-to-Gas und Power-to-Liquid)
  • Messung und Beurteilung von CO2-Emissionen aus industrielen Prozessen
  • Erforschung des Einflusses von chemischen Prozessen im Zusammenhang mit atmosphärischem CO2 auf Korrosionsvorgänge
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Dr. Andreas Borgschulte

Dr. Andreas Borgschulte
Stellvertrender Abteilungsleiter

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