Empa PhD Symposium 2016

«Decipher Science»

Nov 16, 2016 | THOMAS GSCHWIND
Am Montag, 14. November, fand der diesjährige Empa-DoktorandInnentag statt. Dieses alljährliche Symposium bietet jungen Forscherinnen und Forschern eine Bühne und die Gelegenheit, Rückmeldungen von erfahrenen Forschern zu ihren Vorträgen und Postern zu bekommen. Das Highlight war ein Vortrag des Schweizer Astrophysikers und Astronauten Claude Nicollier.
/documents/56164/902900/phd-Symposium16-web1.jpg/e225c8a8-f7d9-492a-b75d-88f19fc9d028?t=1479312517987
«Ich habe keine Beweise aber da draussen muss Leben sein. Was wäre es für eine Verschwendung wenn dies nur auf der Erde existiert.» Claude Nicollier, Gastreferent am Empa PhD-Symposium 2016.

Das diesjährige Symposium stand unter dem Motto «Decipher Science» – oder in den Worten von Albert Einstein: «Du hast nicht wirklich etwas verstanden, solange du nicht in der Lage bist, es deiner Großmutter zu erklären.» Es ging also darum, die wissenschaftlichen Arbeiten den Anwesenden möglichst entschlüsselt und einfach zu erklären. Gian-Luca Bona empfing alle Teilnehmer in der Akademie und bedankte sich im Namen der Empa und der Wissenschaft für ihren Einsatz.

Den Zauber des Weltalls erfahren

Den Anfang machte Claude Nicollier. Der Astrophysiker und Weltraumspezialist lehrt an der technisch-naturwissenschaftlichen Universität in Lausanne (EPFL) und ist der bisher erste und einzige Schweizer, der jemals im Weltall war. Er hat vier Weltraumflüge und einen über achtstündigen Weltraumspaziergang absolviert. Unter dem Titel «Space Magic» präsentierte er die Schönheit des Universums in Bildern. Persönliche Gedanken und Gefühle brachte er mit Emotionen rüber und erklärte technische Raffinessen, dem Motto des Tages angemessen, in einfachen Worten.

Nach dem Ausflug ins All ging es für die Doktoranden sehr irdisch ans Eingemachte. In einem ersten Durchgang wurden Poster bestaunt und von Experten bewertet. Kurz darauf hielten die ersten ihre Vorträge. Aufmerksam wurde zugehört und nachgefragt, bewertet und diskutiert. Einige waren nervös, andere umso routinierter. Über den Tag verteilt präsentierten 26 DoktorarandInnen ihre Dissertationen in Kurzreferaten, weitere 49 in Form von Postern. Wie auch die Empa selbst waren die Präsentationen fachlich breit gefächert: Vorträge über Nanomaterialien waren ebenso präsent wie solche über Solarzellen und biochemische Prozesse.
 

/documents/56164/902900/phd-Symposium16-web2.jpg/f962364e-c872-49ba-9718-0f8f59137ac3?t=1479311242440
Der Preis für die beste Präsentation des Tages ging an Lorenzo Valzania (Mitte). Er wird flankiert von Paulina Ozog, Organisatorin des Symposiums, und Empa-Direktor Gian-Luca Bona.

Glückliche Gewinner

In der Kategorie «Best Poster» gab es gleich zwei Preise zu vergeben. Zum einen wählten die DoktorandInnen ihren Favoriten, zum anderen bestimmten die Experten ihren Gewinner. Den Preis «Best Poster (Students‘ Choice)» durfte Michael Hausmann entgegen nehmen; Dorjan Dauti überzeugte mit seinem Poster die Experten und bekam den Award «Best Poster (Experts‘ Choice)». Die drei besten Präsentationen des Tages wurden ebenfalls prämiert. Lorenzo Valzania durfte zuoberst aufs Treppchen; dem Physiker gelang es am besten, sein Thema mit dem Titel «Unraveling hidden biomechanical interfaces with tetrahertz radiation» zu präsentieren. Gleich dahinter kam Kerda Keevend, eine Chemikerin. Die Toxikologin Leonie Aengenheister belegte den dritten Platz.

Das Symposium endete mit einem gemeinsamen Dinner, das ebenso wie die Empa-Symposium-Stofftragtasche dank grosszügiger Unterstützung verschiedener Sponsoren ermöglicht wurde, u.a. BASF, bluedesign, glatec, PanGas, Flisom, Carl Roth und Doppelleu.  

Redaktion / Medienkontakt