4. NanoPubli in St. Gallen

Einblicke in die Welt des Kleinen

Sep 10, 2008 | CORNELIA ZOGG
«Was neu ist, macht oft Angst. Darum ist es wichtig, der Öffentlichkeit neue Technologien wie die Nanotechnologie verständlich zu erklären», sagt Andreas Wälchi, Student am Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW) in St. Gallen. Gemeinsam mit Studierenden des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen (GBS) und Lehrlingen der Empa betreute er die 4. NanoPubli, eine Ausstellung, die Nanotechnologie für die breite Öffentlichkeit verständlich vermittelt – dieses Jahr unter dem Titel «Nanotechnologie erleben».
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Nanotechnologie gilt als die Technologie des 21. Jahrhunderts. Doch nur die wenigsten wissen, um was es sich dabei genau handelt. Dem wollten die Empa und die NanoEurope – Kongress und Fachausstellung für Technologie- und Know-how-Transfer in der Nanotechnologie – entgegenwirken. Am 16. und 17. September 2008 fand auf dem Gelände der Olma Messen in St. Gallen die Ausstellung NanoPubli statt. Exponate luden die Gäste auf eine interaktive Reise ein, die faszinierende Nanowelt kennen zu lernen und ihre Auswirkungen live zu erleben.

 

Forschung zum Anfassen
An zahlreichen Exponaten – entwickelt von jungen NanowissenschaftlerInnen des Vereins MEMS-Point – konnten die BesucherInnen selbst Hand anlegen und diese neue Technologie «entdecken». Denn: Wer etwas anfassen kann, versteht es besser. So durften die Gäste etwa Hightech-Stoffe mit Ketchup bekleckern und dann mit Cola «waschen». Die nanobeschichteten Textilien wiesen auch nach der stärksten Verschmutzung keine Rückstände mehr auf.

 
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  An verschiedenen Arbeitsstationen hatten die BesucherInnen zudem Gelegenheit, durch Mikroskope sich einmal die Welt des Kleinen anzuschauen.
 
«Die Schüler sind sehr interessiert. Das hätte ich nicht erwartet», meinte Andreas Wälchi. Die Schulklassen trafen auch beinahe im Halbstundentakt ein. Sogar eine Schulklasse aus Dornbirn war extra angereist. Barbara Hanselmann, Physiklaborantin, betreute mit weiteren Lernenden der Empa die Stationen von MEMS-Point. Auch sie ist überzeugt von der NanoPubli: «Alles ist sehr einfach erklärt, gut verständlich auch für Laien.»


Durch Nano fliesst Wasser die Treppe hinauf
Auch Privatpersonen haben den Weg zum Olma-Messegelände gefunden. Einer von ihnen war Rudolf Löser. Er habe nie mit Elektronik oder Technologie zu tun gehabt, aber diese Ausstellung interessiere ihn sehr. «Ich habe zwar eine elektronische Eisenbahn zu Hause, die ist allerdings uralt. Diese Technologie hier ist etwas ganz anderes!» Löser zeigte sich vor allem durch die Grössenverhältnisse in der Nanotechnologie beeindruckt.

 
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Besonderes Interesse weckten jeweils die 30-minütigen Vorträge von Marcel Halbeisen. Gemeinsam mit zwei Assistentinnen – ebenfalls Lernende der Empa – demonstrierte er die neue Technologie auf spannende Art und Weise.

 
Wassertropfen, die über eine kleine Treppe nach oben fliessen, Stoffe, die Strom leiten, oder Sand, der trotz Kontakt mit Wasser schön pulverig bleibt. Nano machts möglich!

Cornelia Zogg

 

Weitere Informationen:

 
 

NanoPubli 2008, 16. bis 17.09.2008

Flyer zur NanoPubli 2008 (PDF, 863 KB)
NanoPubli-Broschüre 2008 (PDF, 3145 KB)

www.nanopubli.ch