Forschen für
die Welt von morgen

Unsere Forschung: So vielseitig wie das Leben

Als Unternehmen, Stiftung oder Privatperson finden Sie an der Empa zahlreiche Möglichkeiten, die Ausbildung von Wissenschaftlern und deren Forschung zu fördern. Neue Wege in eine nachhaltige, zuverlässige und effiziente Energiezukunft, innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen und die Wiederverwertung von Materialien, Technologien zur Verbesserung der Luftqualität oder Materialien und Systeme für neuartige Diagnoseverfahren und Therapien – es gibt unzählige Forschungsgebiete, die Sie mit Ihrer Spende unterstützen können.

Lassen Sie sich inspirieren von den unterschiedlichen Projekten, die bereits unterstützt wurden. Im Empa Zukunftsfonds bündeln Sie Ihr Engagement gemeinsam mit anderen Gönnern.

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme, um gemeinsam ein für Ihr Anliegen passendes Projekt zu finden.

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Gezielte Sepsis-Behandlung

Sepsis ist eine lebensbedrohliche, ausser Kontrolle geratene Infektion an der bis zu 15'000 Menschen in der Schweiz jährlich erkranken; in jedem Dritten Fall tödlich. Die Behandlung septischer Patienten ist schwierig, da der auslösende Mikroerreger häufig schlecht nachweisbar ist. Die therapeutischen Massnahmen umfassen daher oft unspezifische Antibiotika, deren übermässige Anwendung mit ein Grund für immer öfters auftretende Resistenzen ist. Das durch die Novartis-Stiftung geförderte Projekt untersucht eine neue Möglichkeit zur Sepsis-Behandlung. Im Blut zirkulierende Mikroben werden dabei mittels magnetischer Nanopartikel direkt dem Blut entzogen. Dies soll es einst ermöglichen, krankheitsverursachen-de Bakterien schnell und effizient aus dem Blut von Patienten zu entfernen, zu bestimmen und eine entsprechende zielgerichtete antibiotische Therapie rasch zu

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Günstig und sicher – die Salzwasserbatterie

Wasser könnte die Basis bilden für künftige, besonders günstige und sichere Batterien. Empa-Forschern ist es 2018 dank einer speziellen Salzlösung gelungen, die elektrochemische Stabilität von Wasser zu verdoppeln. Damit rückt eine wirtschaftliche Nutzung der Technologie näher. Den Ursprung nahm diese Forschung mit einem 2015 durch den Empa Zukunftsfonds geförderten Projekt.

 

 

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NEST – Die Zukunft des Bauens und Wohnens

Etwa die Hälfte des Energiebedarfs der Schweiz wird durch Gebäude verursacht, und jedes Jahr werden zehn Tonnen Baumaterialien pro Person verbaut. Wollen wir weniger fossile Energie importieren und den Rohstoffverbrauch senken, dann müssen wir neuartige Gebäude entwickeln und in der Praxis erproben.

NEST ist ein modulares Experimentalgebäude, in dessen austauschbaren Units neue Lösungen implementiert und validiert werden. Im NEST arbeiten nationale und internationale Teams aus Forschung und Unternehmen zusammen, um neue nachhaltige Technologien, Materialien und Systeme zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu testen und zu verbessern. Die Forschungsplattform NEST wird massgeblich durch die öffentliche Hand und die Unterstützung von Firmen, Verbänden und Stiftungen wie der Ernst Göhner Stiftung finanziert.

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Neue Materialien für neue Wasserfilter

Hunderte Millionen Menschen erkranken jährlich aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser; etliche Millionen sterben gar an den Folgen. Mit konventionellen Filtern kann man Trinkwasser zwar leicht von Bakterien und Kleinorganismen befreien, hingegen funktionieren diese Filter nicht für Viren, die mehr als 50-mal kleiner sind als Bakterien. Ziel des Projekts ist es, neue, speziell beschichtete Materialien zu entwickeln, die als Flies im Wasserfilter schädliche Viren zurückhalten. Das Projekt wurde durch eine private Spende ermöglicht.

 

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Massgeschneiderte Schwingungsdämpfung

Makroskopische Kristallstrukturen können unerwünschte Schwingungen tilgen oder Geräusche filtern – und das alles ganz ohne Elektronik und Strom. Sie sind leichter und fester als bisher gebräuchliche Dämmstoffe und können erst noch für den Einsatzzweck massgeschneidert werden. Ein Forschungsvorhaben, das Industrieunternehmen kaum je angepackt hätten. Und das darum durch den Empa Zukunftsfonds finanziert wurde: Gibt es Materialien, die eine hohe mechanische Tragfähigkeit aufweisen, trotzdem aber aufgrund ihrer inneren Struktur Schall und Vibrationen dämpfen können? Nach drei Jahren Forschungsarbeit wurde der Beweis erbracht: Solche Materialien gibt es tatsächlich. Mögliche Anwendungen dieser «fononischen Kristalle» sind etwa die Geräuschdämmung im Fahrzeug- und Maschinenbau, aber auch der Erdbebenschutz ganzer Gebäude.

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Energieeffizienz für historische Bauten

Historische Bauten bei einer Renovation wirkungsvoll, aber trotzdem «elegant» zu dämmen, stellt Sanierer häufig vor Probleme. Mit einer ersten finanziellen Unterstützung aus dem Empa Zukunftsfonds startete 2002 ein internes Projekt zur Entwicklung eines hoch-effizienten Wärmedämmstoffs auf Basis so genannter Aerogele. Dieses Material, dass vorgängig in der Weltraumfahrt verwendet wurde, weist Poren in Nanometergrösse auf und enthält zu 90 bis 98 Prozent Luft. Die winzigen Luftporen machen Aerogele zu einem hervorragenden thermischen Isolator: Die Wärmeleitfähigkeit des an der Empa daraus entwickelten Dämmmaterials ist zwei- bis dreimal niedriger ist als die Wärmeleitfähigkeit üblicher Verputzmaterialien. 2013 kam ein erstes Produkt auf den Markt, das 2014 den Umweltpreis der Schweiz gewann.

 

Gabriele Dobenecker
Leiterin Empa Zukunftsfonds

Tel.: +41 58 765 44 87