Elektrochemische Kompetenz in der Schweiz stärken

In den letzten Jahrzehnten wurden die Forschungsaktivitäten in der Schweiz im Bereich der materialbezogenen Elektrochemie, also im Bereich Korrosion, galvanische Beschichtungen und elektrochemische Prozesse, deutlich heruntergefahren. Dabei gibt es hier zu Lande etliche Branchen, die im Bereich Elektrochemie tätig sind. Dazu gehören etwa die Uhrenindustrie sowie Branchen, die mit Batterien und Brennstoffzellen sowie biomedizinischen Implantaten und Instrumenten arbeiten, oder Teile für Maschinen- und Automobilindustrie herstellen.

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«Die Metrohm-Stiftung unterstützt meine Bemühungen, die Forschung und Lehre in der Elektrochemie in der Schweiz zu erhalten. Neue Studenten in diesem Bereich sind unerlässlich, um die wirtschaftliche Entwicklung durch KMU und grosse Unternehmen in unserem Land in den Bereichen wie Batterien, Mikrokomponenten, Uhrenindustrie, Brennstoffzellen aufrechtzuerhalten. Alle diese Anwendungen nutzen die gleichen elektrochemischer Prinzipien, die wir dank dieser Förderung in meinem Labor weiterentwickeln und unterrichten können.»

Dr. Laetitia Philippe, Gruppenleiterin Elektrochemie der Abt. Werkstoff- und Nanomechanik

Die fehlenden Forschungskapazitäten behindern diese Industriezweige beim Ausbau ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Zudem ist das Ausbildungsangebot für Wissenschaftler und Ingenieure in diesem Bereich in der Schweiz sehr begrenzt. Dies führt dazu, dass Schweizer Studierende, die sich für materialbezogene Elektrochemie begeistern, nicht in der Schweiz studieren können und folglich abwandern. 

Laetitia Philippe, die seit einigen Jahren eine Forschungsgruppe für Elektrochemie im «Laboratory for Mechanics of Materials and Nanostructures» an der Empa leitet, hat 2018 einen erheblichen Beitrag von der Metrohm Stiftung erhalten, um ihre Gruppe auszubauen und so Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Schweizer Studierende, Doktoranden und Postdocs zu schaffen und die Forschung in diesem Bereich zu intensivieren.

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