Spass in den Sommerferien

Empa-Kids bauen Hängebrücke

18 juil. 2008 | MARTINA PETER

Zum fünften Mal hatte die Empa die Kinder ihrer MitarbeiterInnen ins einwöchige Sommercamp eingeladen. Vom 14. bis 18. Juli erwartete ein abwechslungsreiches Programm 20 Kinder im Primarschulalter. Sie erhielten Einblick in die Welt der Forschung, machten Ausflüge und hatten viel Spass an der Begegnung mit Technik und Ingenieurwesen. Höhepunkt des diesjährigen Empa-Sommercamps war der Bau einer begehbaren Hängebrücke über den Dübendorfer Chriesbach.

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Über 500 Meter Seil, etwas mehr als drei Dutzend Sprossen, ein paar Quadratmeter Holzplatten und einige kräftige Brückenpfeiler – daraus lässt sich eine echte Hängebrücke bauen.

 

Nachdem Urs Meier, Bauingenieur und Empa-Direktionsmitglied im Ruhestand, den Kindern am Vortag einiges über Brücken erzählt hatte, begannen sie am Dienstagmorgen mit dem Bau der erdverankerten Hängebrücke.

 
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Es wurde eifrig ausgemessen und ausgelegt, ausdauernd gearbeitet und gelacht, bis schliesslich alle Seile geknüpft und alle Holzpfeiler am Ufer des Chriesbach befestigt waren. Am Nachmittag war es dann so weit: Die Brücke, die von der Firma Outdoorskills gesponsert wurde, stand und wurde von den Mädchen und Buben zuerst zaghaft, dann immer mutiger begangen.

 

Neben dem Brückenbau warteten zahlreiche weitere Attraktionen in den Forschungsabteilungen der Empa auf die Kids. Was passiert mit einem Mohrenkopf im Vakuum, wenn wir ihn unter eine Glashaube sperren und die Luft abpumpen? Antwort: Die Zucker-Eiweiss-Masse quillt und quillt…

 
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  Wie können wir einen Zeppelin steigen lassen, ohne ihn mit Helium zu befüllen? Antwort: Ein Solarzeppelin mit hauchdünner, schwarzer Hightech-Folie wird mit Luft gefüllt; vom Sonnenlicht erwärmt, beginnt er zu steigen und steigt und steigt … Die Freude darüber steht vielen Kindern ins Gesicht geschrieben.
 
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Auch strahlten alle, als ihnen ein Chemiker mit der Injektionsspritze spektakulär bewies, dass «Feuerwasser» brennt, wenn er damit auf die Flamme eines Bunsenbrenners zielt.

 

Selbst Empa-Direktor Louis Schlapbach liess es sich nicht nehmen, die Kinder mit kleinen physikalischen Experimenten zu begeistern.

 

Anne Satir, die Initiatorin des Empa-Sommercamps, freut sich über das erfolgreich etablierte Empa-Nachwuchsförderung-Projekt Sommercamp. «Auch dieses Jahr haben sich die Kinder schon wieder erkundigt, ob sie das nächste Jahr wieder kommen dürfen.» Und auch die Eltern sind zufrieden: Das Sommercamp ist eines von vielen Angeboten, mit welchem die Empa für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgt. Die einwöchige professionelle Betreuung hat dieses Jahr wieder manchen Eltern geholfen, Beruf und Familie auch während der Schulferienzeit in Einklang zu bringen.