Ausgezeichnetes Unternehmen

«Prix BalanceZH» für die Empa

25 sept. 2014 | MARTINA PETER
Die Empa wurde vom Kanton Zürich mit dem «Prix BalanceZH» ausgezeichnet. Laut Jury ermöglicht die Empa ihren Mitarbeitenden auf beispielhafte Art die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
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76 Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und NGOs haben sich für den Prix BalanceZH beworben. Aus dieser Fülle hat die Jury sieben Preisträger erkoren, darunter die Empa. Alle Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden besonders vereinbarkeitsfreundliche Arbeitsbedingungen und ermöglichen ihnen damit, professionelle und private Bedürfnissen unter einen Hut zu bringen – unabhängig davon, ob Zeit und Flexibilität für die Kinderbetreuung, die Pflege von hochbetagten, kranken oder behinderten Angehörigen oder für ein Hobby eingesetzt werden. Die preisgekrönten Unternehmen zeichnen sich aus durch vielfältige Arbeitszeitmodelle, Mobilität und flexible Regelungen für Väter, Mütter und Personen, die Angehörige pflegen. Die Verankerung des Themas in der Betriebskultur, indem sie etwa in den Qualifikationsgesprächen thematisiert werden, war für die Jury ebenfalls von grosser Bedeutung.

 

 

 
 

Von links nach rechts: Christiane Löwe, André Schmid und Regine Sauter.

 

 

In ihrer Laudatio betonte Regine Sauter, Direktorin der Zürcher Handelskammer, was die Stärke der Empa ausmacht: Es seien ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 960 Frauen und Männer aus über 50 Nationen erbringen herausragende Leistungen, die der Empa einen Platz an der Weltspitze sichern. Sauter: «Diversity ist an der Empa keine leere Floskel, sie wird gelebt und ist ein Erfolgsfaktor. Das spürt man gerade auch als Besucherin vor Ort.» Weiter führte Sauter an, dass hochqualifizierte MitarbeiterInnen nicht wie Sand am Meer zu finden seien. Klar sei auch, dass niemand es sich leisten könne, auf jeden zweiten Mitarbeitenden – eben die Frauen – zu verzichten, nur weil es diesen nicht möglich ist, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Palette von Massnahmen

Aus diesem Grund habe die Empa eine ganze Palette von Massnahmen eingeführt. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitarbeit auf Führungsebene sowie Jobsharing – und zwar auch im Kaderbereich. Die Empa verfügt ausserdem über eine eigene Kindertagesstätte, bietet Home Office an und bezahlt zehn Tage Vaterschaftsurlaub. «Aus Sicht des Kantons Zürich und unseres Wirtschaftsstandortes können wir froh darüber sein, ein so fortschrittliches Unternehmen in unserer Region zu wissen», fasst Sauter zusammen.


André Schmid, der als Personalchef der Empa den Preis am 24. September in Zürich entgegennahm, zeigte sich hocherfreut. In seinen Augen ist die Vereinbarkeit dann erreicht, wenn bei Gesprächen mit Mitarbeitenden nicht mehr zuerst in Regelwerken nachgeschaut werden muss, sondern aus Überzeugung und Selbstverständlichkeit gehandelt wird. «Dann ist das Thema in die Unternehmenskultur übergegangen und wird echt gelebt», so Schmid.

 

 
Der Prix BalanceZH
Die Auszeichnung für die vereinbarkeitsfreundlichsten Arbeitgeber/innen des Kantons Zürich ist ein Projekt der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann und der Standortförderung des Kantons Zürich, in Partnerschaft mit Pro Familia Schweiz, Careum, KV Zürich und Teilzeitmann, mit der Unterstützung von Swissmem und in operativer Zusammenarbeit mit dem Great Place to Work Institute. Die erste Preisverleihung fand 2011 statt. Preisträger 2014 sind neben der Empa der Hug Verlag, das Departementssekretariat des Hochbaudepartements der Stadt Zürich, die Kuhn Rikon AG, Netcetera, das Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit KZU sowie die Zürcher Kantonalbank ZKB.
 
 
 

Links

  • Laudatio von Regine Sauter, Direktorin der Zürcher Handelskammer hier
  • Prix Balance ZH. Mehr Infos hier

 

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