Schweizer Kunststoffverband tagte an der Empa in St. Gallen

Weiter so, Empa!

8 juil. 2008 | REMIGIUS NIDERÖST
Die Jahresversammlung des Kunststoffverbands Schweiz fand vom 26. und 27. Juni in der neuen St. Galler AFG-Arena statt, einem Fussballstadion für knapp 20'000 Zuschauer mit angegliedertem Einkaufszentrum. Der aus St. Gallen stammende scheidende Verbandspräsident Peter Weigelt wollte den Teilnehmenden nochmals einige Ostschweizer Innovations-Highlights zeigen, darunter auch die Empa.
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Legende: Die neue Präsidentin des Kunststoffverbandes Schweiz, die Zürcher Nationalrätin Doris Fiala, bei ihrer Begrüssung an der Empa in St. Gallen.

Der «Tag des Kunststoffs» – unter diesem Motto stand die Jahresversammlung – begann für die 85 Teilnehmenden an der Empa. Die neu gewählte Verbandspräsidentin, Doris Fiala, war von den Gebäuden der Empa nicht minder beeindruckt als vom neuen St. Galler Stadion. Offenbar, so stellte die Zürcher Nationalrätin schmunzelnd fest, ende die Schweiz doch nicht in Winterthur, St. Gallen habe sich in den letzten Jahren rasant entwickelt.

Am Tag vor dem EM-Final bezog sich Empa-Direktionsmitglied Xaver Edelmann in seiner Begrüssung auf das Grossereignis und betonte, dass die Empa auch nach dem Ausscheiden der Schweizer Mannschaft weiter an der Fussball-Europameisterschaft beteiligt sei, hatte sie doch den offiziellen EM-Ball, den «Europass», nach den strengen Vorgaben der FIFA auf Herz und Nieren getestet. Danach stellte er die Empa und ihre fünf Forschungsprogramme vor und zeigte auf, wie sie sich in den letzten Jahren zu einer international renommierten Forschungsinstitution entwickelt hat.

Empa-Forscher Ruedi Hufenus zeigte den Gästen schliesslich den Weg von der Materialforschung zur massgeschneiderten, funktionalen Synthesefaser auf. Vor allem die Möglichkeiten, mit innovativen Fasern neue Produkte für die Bereiche Medizin, Sport oder Industrie zu entwickeln wie Kühlbekleidung für MS-Patienten, ein mit eingewobenen Elektroden besetztes «EKG-Shirt» oder die mit Silber in Nanodicke beschichteten Fasern, beeindruckten die Gäste. Diese anwendungsnahen Beispiele machten auch die Nähe der Empa zur Industrie spürbar und nahmen dem einen oder der anderen Teilnehmer die «Schwellenangst», künftig mit der Empa in Kontakt zu treten. Zu guter Letzt gab es auf einem Rundgang Gelegenheit, verschiedene Empa-Labors zu besichtigen und mit den WissenschaftlerInnen direkt in Kontakt zu treten. Gut möglich, dass sich aus diesen Kontakten die eine oder andere Zusammenarbeit ergibt.

Doris Fiala zeigte sich jedenfalls hoch erfreut über den Pioniergeist, der aus den vorgestellten Forschungsprojekten und -aktivitäten spricht. Es liessen sich einige Hoffnungen für Patienten oder zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen erkennen, meinte sie. «Bitte machen Sie auf diesem Weg weiter», bat sie zum Abschluss des Besuchs.

Redaktion:
Urs Bünter, Kommunikation, Tel. +41 71 274 76 02, urs.buenter@empa.ch