Neuer Kinderpavillon für Empa und Eawag

Noch mehr Kinderlachen auf Empa- und Eawag-Gelände

May 3, 2005 | MARTINA PETER

Aus dem Gesamtleistungswettbewerb für einen neuen Kinderpavillon der beiden Forschungsinstitutionen Empa und Eawag ging das Angebot des Totalunternehmers Erne Modul Technologie als Sieger hervor: Das Projekt überzeugte das Preisgericht hinsichtlich formaler Gestaltung, betrieblichen Abläufen sowie in der Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit. Die Inbetriebnahme ist gleichzeitig mit der Eröffnung des Eawag-Neubaus «Forum Chriesbach» im Sommer 2006 geplant.

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Der neue Kinderpavillon im Modell.
 

Die bestehende Kinderbetreuungsstätte von Empa und Eawag befindet sich in einem Gebäude aus dem Jahre 1928. Dieses ist in einem schlechten baulichen Zustand und kann nicht erweitert werden. Deshalb schrieb das BaFa (Bauten Forschungsanstalten) im Auftrag der Empa- und Eawag-Direktionen einen Gesamtleistungswettbewerb aus. Verlangt war ein ökologisch optimiertes Gebäude mit einer Nutzfläche von 270 m2, das Spiel- und Schlafräume, Küche und Essraum sowie Räumlichkeiten für das Betreuungspersonal umfasst. Aus vier eingereichten Vorschlägen erkor ein Preisgericht mit VertreterInnen aus Empa, Eawag sowie externen Baufachleuten das Siegerprojekt.

 

Wahl Projekt «Trio»


Zur Weiterbearbeitung empfohlen wurde das Projekt «Trio» von Erne Modul Technologie, Laufenburg, einem Bauunternehmen, das sich durch die Verwendung von modularen Holzkuben einen Namen machte. Hornberger Architekten AG, Zürich, die auch für den Neubau des Bahnhofs Zug verantwortlich zeichnen, konzipierten ein kammförmiges Gebäude aus Holz. Es wird an der westlichen Grenze des Empa-Eawag-Areals stehen und über das Forum Chriesbach erschlossen werden. Das Projekt sieht drei räumlich klar voneinander abgetrennte Wohngruppen vor. Um die Identifikationsmöglichkeiten der Kinder mit ihrer Gruppe zu fördern, erhält jede Einheit ihr eigenes «Haus» in einer spezifischen Farbe und ein eigenes «Gartenzimmer». Zusammen genützt wird auf der östlichen Seite die grosszügige Aussenspielfläche, die mit Aushubmaterial zur Landschaft modelliert werden wird.
Mit der Wahl der Baumaterialien, vornehmlich Holz, und der Weiterverwendung des Aushubs auf dem Areal, wird den ökologischen Aspekten Rechnung getragen. Das Energiekonzept entspricht den technischen Anforderungen an den Minergiestandard. Zudem lassen die vorfabrizierten Bauelemente eine ökonomische Bauweise zu. Die Direktionen der beiden Forschungsanstalten genehmigten den Vorschlag zur Weiterbearbeitung. Die Planung sieht vor, den Kinderpavillon gleichzeitig mit dem Neubau «Forum Chriesbach» im Sommer 2006 zu eröffnen.

 

Bedarf an Kinderkrippenplätzen wächst

An Empa und Eawag arbeiten wegen der verstärkten wissenschaftlichen Ausrichtung immer mehr Doktorierende und junge WissenschafterInnen – Frauen und Männer in sehr kreativer Lebensphase, in die oft auch Familiengründung und Kleinkinderziehung fallen. Der Bedarf an Kinderkrippenplätzen an den beiden Forschungsinstitutionen steigt deshalb stetig an. So arbeiten z.B. an der Empa 240 Väter und Mütter von vorschul- oder schulpflichtigen Kindern, das entspricht rund 30% aller Mitarbeitenden. Mit dem neuen Kinderpavillon soll das heutige Angebot von 17 Plätzen sukzessive auf 27 Plätze vergrössert werden.


Betreuungsplätze neu an allen drei Empa-Standorten

Fortschrittliche Firmen bieten ihren MitarbeiterInnen betriebseigene Krippenplätze an und realisieren geeignete Arbeitszeitmodelle. Auf Initiative von engagierten Eawag-Eltern und der Gruppe für Chancengleichheit Kristall an der Empa ntstand 1993 der Verein Kinderpavillon. Mit finanzieller Hilfe von Empa und Eawag wurde darauf eine Kinderkrippe am Standort Dübendorf realisiert: Zur Verfügung steht die Infrastruktur, die Eltern haben für die Betriebskosten der Kinderbetreuung aufzukommen.
An den beiden anderen Standorten der Empa, in St.Gallen und Thun, mit wesentlich weniger Mitarbeitenden, liess sich und lässt sich auch heute eine eigene Krippe nicht rechtfertigen. Alternative Lösungen waren daher gefragt und wurden nun auch gefunden. In St.Gallen und Thun wurden Verträge mit lokalen Kinderkrippen abgeschlossen, die «Empa-Kindern» einen gewissen Vorrang bei der Aufnahme gewähren. Nun kann die Empa also an allen drei Standorten Betreuungsplätzen anbieten und erhöht somit ihre Attraktivität als fortschrittliche und familienfreundliche Arbeitgeberin. Interessierte Empa-Mitarbeitende finden hier mehr Informationen.

 
Redaktion

Martina Peter, Abt. Kommunikation/Marketing, Tel. +41 44 823 49 87,

 

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