World Materials Research Forum (WMRIF)

Materialforscher aus aller Welt an der Empa

05.06.2013 | CORNELIA ZOGG
Mitte Mai traf sich das «Who is who» der Materialforschung an der Empa zum «World Materials Research Institutes Forum». Das Kernthema «Materials meet Life», also die Frage, wie Materialien mit unserem Körper interagieren, stiess auf grosses Interesse und führte zu angeregten Diskussionen.
/documents/56164/260886/a592-2013-06-05-b1s-MM_WMRIF.jpg/a697fc96-ba4c-4fea-86cd-d0cef2beb25e?t=1448303584273
 

Die Teilnehmer des 5. WMRIF auf dem Areal der Empa in Dübendorf

 

Forscherinnen und Forscher aus aller Welt fanden sich zum fünften WMRIF an der Empa in Dübendorf ein. Zwei Tage lang diskutierten sie Themen rund um die Wirkung von Materialien im Bereich Gesundheit und Umwelt. Hochkarätige Redner aus vielen grossen Materialforschungsinstituten und Universitäten der Welt – etwa das NIST (USA), das NIMS (Japan), das KIT und die Fraunhofer-Gesellschaft (Deutschland) und natürlich die Empa – gaben Einblick in ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse.


Grosses Thema Nanotechnologie
Allgemein steht die Materialforschung vor grossen Herausforderungen, wie Gian-Luca Bona, Direktor der Empa, hervorhob: «Die Klimaveränderung, die Energiefrage, Gesundheit und die alternde Gesellschaft sind die grossen Probleme unserer Zeit. Vor allem für letzteres sind die Fragen zum Thema ‚Materials meet Life‘ von außerordentlicher Bedeutung.» Die Nanotechnologie wird in diesem Zusammenhang häufig besonders kontrovers diskutiert und wirft nach wie vor viele Fragen auf. Vor allem in Bezug auf künstlich hergestellte Nanoröhrchen, deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus noch nicht umfassend erforscht sind. Hier ist besonders die Forschung am NIST und an der Empa gefragt; beide arbeiten in diesem Feld eng zusammen, um mögliche Chancen, aber auch Risiken frühzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen.

Plattform für die Zukunft
Die Empa ist auch in der Medizinaltechnik vorne mit dabei. «Smart Textiles» und «Tissue Engineering» bieten schier unendliche Einsatzmöglichkeiten, von textilen Sensoren zur Körperüberwachung, Früherkennung und Überwachung von Krebs, bis zu Zellregeneration oder neuartigen Hüftimplantaten aus Keramik. Gleich mehrere Forschungsinstitute konnten am WMRIF ihre Forschungsergebnisse dazu präsentieren. Dieser internationale Austausch fördert und fordert die globale Zusammenarbeit. Für Harald Krug, Organisator des Anlasses und Direktionsmitglied der Empa, war das Forum ein Erfolg. «Als eines der führenden Materialforschungsinstitute ist die Empa stolz, Gastgeber des fünften WMRIF zu sein und eine Plattform für neue Innovationen und internationale Kooperationen zu bieten.» Wann und wo das nächste WMRIF stattfindet, ist noch offen. Sicher ist allerdings, dass die Empa wieder mit dabei sein wird.

 
 


 

Weitere Informationen


Redaktion / Medienkontakte