Zusammenarbeit der Empa mit Korea

«KRISS Joint Research Office» eröffnet

23.06.2016 | MICHAEL HAGMANN
Die Zusammenarbeit zwischen der Empa und dem «Korea Research Institute of Standards and Science» (KRISS) im Bereich der Nano-Sicherheitsforschung wird durch die Eröffnung einer KRISS-«Aussenstelle» in St. Gallen weiter intensiviert. Am 23. Juli letzten Jahres hatten Empa-Direktor Gian-Luca Bona und KRISS-Vize-Präsident Hyun Min Park ein «Memorandum of Understanding» (MoU) für eine vertiefte Zusammenarbeit der beiden Institute unterzeichnet.
/documents/56164/645193/KRISS+Aufmacher/4d3cfe0e-9da2-4d09-a104-165459c2a9e7?t=1468303510640

Die Empa ist eines der weltweit führenden Forschungsinstitute im Bereich Nano-Sicherheit und erforscht unter anderem die Wechselwirkungen zwischen Nanomaterialien und menschlichen Zellen und Geweben sowie der Freisetzung von Nanomaterialien in die Umwelt. Das KRISS erarbeitet Standards im Bereich Nanomaterialsynthese und -charakterisierung und beschleunigt so den Transfer von innovativen Nano-Materialien aus dem Labor hin zu praktischen Anwendungen. Das «kombinierte» Knowhow beider Institute ermöglicht somit eine sichere und nachhaltige Anwendung von Nanomaterialien in Konsumgütern und Healthcare-Produkten. Für beide Institute ist die Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Instituten im Bereich Nanotechnologie von grosser Bedeutung, um eine Fakten-basierte und zielführende globale Harmonisierung der notwendigen Regulationen für Nano-Produkte zu erreichen. Die Vernetzung und der intensive Austausch vor Ort werden mit der strategischen Zusammenarbeit zwischen der Empa und dem KRISS weiter verstärkt.

«Konkret werden wir in zwei Bereichen zusammenarbeiten», erklärt Peter Wick, Leiter des Empa-Labors «Particles-Biology Interactions». «Einerseits erforschen wir, wie Nanomaterialien von Zellen aufgenommen werden, wo sie akkumulieren und welche Auswirkungen sie auf menschliches Gewebe haben; anderseits benötigen wir innovative, aber auch zuverlässige Methoden, um diese komplexen Interaktionen zu verstehen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.»

/documents/56164/645193/KRISS+Er%C3%B6ffnung/990d9e78-3a61-458d-bf22-c1b0471438a3?t=1467265187377
Wo gemeinsam Innovationen erarbeitet werden

Die Eröffnung des neuen «KRISS Joint Research Office» fand im Startfeld-Innovationszentrum statt in Anwesenheit von Kantonsrätin Isabel Schorer, die gleichzeitig Leiterin der Standortförderung St. Gallen ist, Nam Woong Song, Leiter des «Center for Nano Safety Metrology» am KRISS, und Alex Dommann, Leiter des Departements «Materials meet Life» und Direktionsmitglied der Empa. «Das Startfeld-Innovationszentrum ist der ideale Standort für das ‚KRISS Joint Research Office‘», so Startfeld-Geschäftsführer Peter Frischknecht, «weil es ein Ort ist, an dem sich in unmittelbarer Nähe zur Empa innovative Unternehmer und hervorragende Wissenschaftlerinnen begegnen, um miteinander Neues zu entdecken und zu entwickeln.»

Über das KRISS

Als nationales Meteorologie-Institut der Republik Korea bietet das «Korea Research Institute of Standards and Science» (KRISS) seinen Kunden in verschiedenen Branchen international anerkannte Messstandards, um die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit Koreanischer Industrieprodukte in globalen Märkten zu verbessern.


Informationen

Dr. Peter Wick
Head of Laboratory for Particles-Biology Interactions
Tel. +41 58 765 76 84

 

Redaktion / Medienkontakt

Kommunikaton