informatica08: Start der mit einem Podium zur Internet-Kriminalität

Wie verletzlich ist die heutige Informationsgesellschaft?

15.02.2008 | REMIGIUS NIDERÖST
Die Reihe «Verletzlichkeit der Informationsgesellschaft» – von der Empa zusammen mit der Stiftung Risiko-Dialog organisiert – wirft einen kritischen Blick auf diese Abhängigkeit von Computer, IT-Systemen und dem Internet. Auftakt macht am Donnerstag, dem 6. März 2008, eine Podiumsdiskussion an der ETH Zürich zum Thema Internet-Kriminalität.
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Netzhacking, Phishing, Computerviren und andere gezielte Manipulationen: Die Informationsgesellschaft ist vielfältigen Angriffen ausgesetzt. Das organisierte Verbrechen nutzt das Internet gezielt. Auch wenn beim eBanking die Sensibilisierung für Sicherheitsfragen zunimmt, werden die Gefahren insgesamt oft verharmlost. Wer nicht selbst Opfer werden will, muss die Tricks der Betrüger kennen. Deshalb widmet sich die erste Veranstaltung der von der Empa und der Stiftung Risikodialog gemeinsam organisierten Reihe «Verletzlichkeit der Informationsgesellschaft» dem Thema Internetkriminalität. «Wir sind von Internet und Mobilfunk schon bald so abhängig wie von der Stromversorgung, beruflich wie privat. Die digitale Vernetzung erschafft in einem schleichenden Prozess eine neue kritische Infrastruktur, die zunehmend auch zum Angriffsziel für Kriminelle wird», sagt Empa-Forscher Lorenz Hilty, Mitorganisator der Veranstaltungsreihe. «Ausserdem wollen wir mit der Reihe erreichen, dass die Risiken, die aus der zunehmenden Abhängigkeit von Internet und PC entstehen, in der Gesellschaft frühzeitig diskutiert werden - also bevor grössere Schäden entstehen. Zu den Risiken gehören neben kriminellen Angriffen auch die Anfälligkeit der Technologie selbst, aber auch die nahezu irreversible Verbreitung von personenbezogenen Informationen oder Fehlinformationen im Internet».

Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 6. März 2008, 18.15 bis 21.15 Uhr im Audimax der ETH Zürich, Rämistrasse 101, statt. Sie wird in Partnerschaft mit der Information Security Society Switzerland (ISSS) durchgeführt und unterstützt von ZISC und Swiss Security Day. An den weiteren fünf Veranstaltungen zwischen März und November 2008 beleuchten namhafte Referenten unter anderem Fragen nach den Konsequenzen der digitalen Archivierung für unser Kulturgut, gehen den Grenzen von Datenschutz und Datensicherheit nach und beleuchten Chancen und Risiken von zukünftige intelligenten Implantaten.

Die Veranstaltungen richten sich sowohl an die breite Öffentlichkeit wie auch an Fachleute und Medien, die sich für die Chancen und Risiken der  Informationsgesellschaft interessieren. Das Publikum ist aufgefordert, sich mit Fragen und Meinungen einzubringen. Abgerundet werden die Abende mit einem Apéro, der Gelegenheit zu vertieften Gesprächen und neuen Kontakten bietet. Der Eintritt ist kostenlos. Wegen der beschränkten Platzzahl ist allerdings eine Anmeldung erforderlich. Anmeldung und weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.risiko-dialog.ch/verletzlichkeit. Die Veranstaltungsreihe wird finanziell unterstützt von der Zurich Schweiz und medial begleitet von der Netzwoche.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Lorenz M. Hilty, Empa, Technology and Society Lab, Tel +41 71 274 73 45; lorenz.hilty@empa.ch

Matthias Holenstein, Stiftung Risiko-Dialog, Tel. +41 52 262 76 16, matthias.holenstein@risiko-dialog.ch

Thomas C. Maurer & Partner, Medienstelle informatica08, Tel. +41 31 380 81 11 / +41 79 380 81 00, news@tcmp.ch

 

 
 
 
Jahr der Informatik – informatica08

Das Jahr der Informatik – informatica08 – ist ein Projekt zur Förderung der Informatik in der Schweiz. Die Initiative wird getragen vom Dachverband der Schweizer Informatik- und Telecomorganisationen ICTswitzerland und seinen Mitgliedorganisationen. Weiter beteiligt sind der Schweizerische Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (SWICO) sowie die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW).
Mit nationalen Grossveranstaltungen, regionalen Events sowie Medien- und Informationskampagnen in allen Sprachregionen soll einer breiten Öffentlichkeit die zentrale Bedeutung der Informatik für die künftige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bewusst gemacht werden. Gleichzeitig will die Initiative das Interesse der Jugendlichen, namentlich auch der jungen Frauen, an der Informatik als spannende Wissenschaft und attraktives Berufsfeld wecken.