Funktionale Oberflächen für Implantate

In diesem Modul sollen neuartige Funktionsoberflächen für medizinische Anwendungen entwickelt werden. Der klinische Bedarf an entsprechenden Materialien ist vielfältig, ob es um die Osseointegration von Metallen und Keramikwerkstoffen, die Integration (bzw. in manchen Fällen Nichtintegration) von Kunststoffen oder Hydrogelen in das Weichteilgewebe oder die Blutverträglichkeit bestimmter Materialien geht. Beschichtungen mit Wirkstoffen stellen Oberflächen dar, die eine bestimmte Zell- oder Gewebereaktion auslösen können; dies gilt beispielsweise für neuartige Wundheilungsmaterialien. Antimikrobielle Oberflächen verhindern oder mindern die Gefahr von bakteriellen Infektionen an in den Körper implantierten oder mit ihm in Berührung kommenden Materialien.

/documents/20659/66477/Picture+RFA+HP+Functional+Surfaces+for+Implants+Tissue/cdbac237-47c3-45fc-a9b6-02362059b7b6?t=1448279018400
Verwendet werden dazu unterschiedliche Beschichtungsmethoden, Plasmaverfahren sowie physikalische und (bio-)chemische Modifikationen, um so spezifische Oberflächenfunktionalitäten für verschiedene Substrate darzustellen. Mithilfe der physikalischen Analytik, der analytischen und computergestützten Chemie sowie biochemischer Methoden wird ein detailliertes Verständnis der Oberflächencharakteristika angestrebt. Mit In-vitro-Studien werden die Mechanismen erforscht, über die Bakterien und Zellen mit der jeweiligen Oberfläche interagieren. Komplexe In-vitro-Modelle und Kooperationen mit klinischen Partnern werden dabei zur Beurteilung der klinischen Relevanz von neuartigen Funktionsoberflächen eingesetzt.