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Auszeichnung «Watt d’Or» 201311. Januar 2013
Brennstoffzellenpostauto erhält Energiepreis

PostAuto Schweiz AG hat mit der Empa und dem Paul Scherrer Institut (PSI) für das gemeinsam entwickelte Brennstoffzellenpostauto am 10. Januar in Bern den renommierten «Watt d’Or» 2013 in der Kategorie «Energieeffiziente Mobilität» gewonnen. Das Bundesamt für Energie zeichnet damit ein Projekt aus, das mit seiner Innovationskraft einen wichtigen Beitrag für eine sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Energieversorgung leistet.

Seit über einem Jahr sind in der Region von Brugg im Kanton Aargau fünf Postautos unterwegs, die an einer neuen Tankstelle mit Wasserstoff betankt werden. Der Wasserstoff wird im Postautodepot in einem Elektrolyseur mit «naturemade»-Strom, d.h. Strom aus erneuerbaren Quellen, produziert. Damit sucht die PostAuto Schweiz AG nach Wegen, um den Energiekonsum ihrer Postautos zu reduzieren und deren Betrieb umweltfreundlicher zu gestalten. Dieses Projekt zeichnete nun das Bundesamt für Energie (BFE) mit dem renommierten «Watt d’Or» in der Kategorie «Energieeffiziente Mobilität» aus. Energiefachleute hatten das Projekt als eines von sechs Gewinnern aus insgesamt 74 Bewerbungen erkoren. Im Projektteam arbeiten auch Forscherinnen und Forscher von Empa und PSI mit.

Sämtliche Teammitglieder des Brennstoffzellenpostauto-Projekts bei der Übergabe des Watt d'Or 2013 in Bern. (Bildquelle: BFE http://www.flickr.com/photos/admin-bfe/)

Die beiden Forschungsinstitute sind als wissenschaftliche Partner beteiligt. Die Empa-Abteilung «Wasserstoff & Energie» von Andreas Züttel mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Wasserstoffherstellung und -speicherung hat die PostAuto Schweiz AG von Anfang an beratend unterstützt. Empa-Forscher Michael Bielmann hat beim BFE ein Pilot- und Demonstrationsprojekt eingereicht, um die Effizienz der Wasserstoffproduktion und die Einbindung in den Elektrizitätsmarkt zu untersuchen und bündelt die Erfahrungen beim Bau der Wasserstofftankstelle für künftige Projekte.


Gesamteuropäisches Projekt
Brigitte Buchmann, Empa-Direktionsmitglied und Leiterin des Departements «Mobilität, Energie und Umwelt», freut sich über den Preis: «Die Auszeichnung bestätigt die Richtung, in der sich unsere Forschung bewegt. Nun stehen weitere Schritte an: Wir planen zurzeit, Wasserstoff erstmals dezentral aus erneuerbarem oder Überschuss-Strom im technischen Massstab zu produzieren.»


Postautos und Tankstelle werden im fünfjährigen EU-Projekt «CHIC» (Clean Hydrogen In European Cities) getestet. Neben Fahrzeugherstellern und Energieversorgern sind diverse Busbetriebe aus anderen europäischen Städten am Projekt beteiligt. So können verschiedenartig angelegte Praxistests unter unterschiedlichsten Bedingungen stattfinden.

Um das Brennstoffzellenpostauto bekannt zu machen, werden zwei mit Wasserstoff betriebene Postautos von Brugg nach Davos überführt. Dort werden sie zwischen dem 22. und 27. Januar am «World Economic Forum» 2013 die Linie 3 bedienen. Gäste, die mit der Bahn anreisen, können sich bequem, ohne Motorengeräusch und komplett abgasfrei zum Kongresszentrum chauffieren lassen.



  • Medienmitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) zum Watt d'Or 2013 hier
  • Dokumentation "energeia": Siegerprojekte des Watt d'Or 2013 hier

Mehr zum Projekt "Brennstoffzellenpostauto" hier.

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