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Gesundheitsüberwachung

Messung und Überwachung bestimmter Körperfunktionen können entscheidend dazu beitragen, die menschliche Gesundheit zu erhalten. Methoden, die auf Optoelektronik, Mikro- und Nanosensoren sowie auf Telemedizin basieren, werden an der Empa entwickelt und verfeinert. Indem sie verschiedene Parameter im Körper messen und übermitteln, helfen derartige Sensorsysteme, Schäden zu vermeiden. Oder sie sorgen dafür, dass Patientinnen und Patienten ihre Medikamente rechtzeitig und in der richtigen Dosierung verabreicht bekommen (z.B. mit speziellen Systemen zur Freisetzung von Arzneimitteln).

Sensoren und Aktuatoren

Invasive und nicht-invasive Überwachungssysteme für Umgebungs- und Körperparameter wie Temperatur, Feuchtigkeit, Druck, Belastung, Herzschlag, Schweissproduktion und Blutwerte unterstützen die menschliche Gesundheit und Sicherheit. Ein derart umfassendes Monitoring erfordert eine Vielzahl einzelner Komponenten wie mechanische, elektronische und optische Sensoren und Aktuatoren, Datentransfer- und Kommunikationsgeräte und Systeme für die Datenerfassung und die Informationsverarbeitung.

Tragbare Ueberwachungssysteme für die menschliche Gesundheit

Ziel entsprechender Forschungsaktivitäten ist die Entwicklung von persönlichen Überwachungssystemen, die in Textilgewebe oder Kleidungsstücke integriert werden können. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Aspekte: die kontinuierliche Aufzeichnung und Überwachung physiologischer Daten und die Verbesserung der Sensor-Haut-Grenzflächen.

Zuverlässigkeits- und Ausfallanalyse

Eine hohe Zuverlässigkeit ist unabdingbar für den sicheren Betrieb von lebenserhaltenden Systemen. Die Lebensdauer von Implantaten etwa hängt stark vom Design, von den verwendeten Materialien und von deren Verarbeitung ab. Die Empa verfügt über eine umfassende Erfahrung bei der Bewertung der Zuverlässigkeit von Systemen und Geräten mit Methoden wie der Fehlerart- und Effektanalyse (FMEA), der Fehlerbaumanalyse (FTA) und anderen Verfahren sowie in der Charakterisierung und Ausfallanalyse von elektronischen, photonischen und mechanischen Materialien und Geräten. Die wichtigsten Werkzeuge, die hierbei zur Anwendung kommen, sind zerstörungsfreie Prüftechniken wie Ionen- (FIB) und Elektronenmikroskopie (SEM, TEM), Röntgenmikroskopie und -tomographie, Ultraschall- und optische 3D-Bildgebung, Datenerfassung und Bildverarbeitung. Diese Techniken werden auch zur Analyse von biologischen Materialien und Implantaten verwendet. Forschungsprojekte der Empa befassen sich beispielsweise mit implantierbaren passiven Spannungssensoren, die mit Ultraschall abgelesen werden können. Weitere Methoden sind die Röntgenphasenkontrastrekonstruktion von Weichteilen, beispielsweise für die Mammographie, die mikroskopische Untersuchung von trabekulären und kortikalen, also zentralen und peripheren Knochenstrukturen, sowie die Bestimmung der lokalen Beanspruchung, Ermüdung und Rissbildung von Knochen mit Hilfe der Röntgentomographie. (Einige Themen dieses Arbeitsgebietes stehen im Zusammenhang mit dem Empa-Forschungsprogramm «Nanotechnologie».)

 

Ihr Ansprechpartner

Dr. Urs Sennhauser
+41 44 823 41 73
urs.sennhauser@empa.ch

Probandentest zur Verbesserung von tragbaren Sensoren
Gestickte Elektrode mit plasmabeschichteten Fasern zur Langzeitmessung des EKG
Mechanisches Kompressionsund Färbegerät zur bildlichen Darstellung komplexer Knochenstrukturen mit der Röntgentomographie

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