Luftfremdstoffe / Umwelttechnik  
Immissionen / NABEL
Quellenzuordnung von Luftfremdstoffen
Atmosphärische Modellierung / Fernerkundung
Emissionen und Isotope
Laser Spektroskopie
Global Atmosphere Watch (GAW)
Klimagase

Messstationen
Das NABEL-Messnetz

Das NABEL Messnetz besteht aus 16 Messstationen welche über die ganze Schweiz verteilt sind und die wichtigsten Belastungssituationen repräsentieren (von schwach bis stark belastet). Dadurch kann mit einer relativ kleinen Anzahl von Punktmessungen ein detailliertes Bild über die Luftqualität in der Schweiz gewonnen werden. Für die Interpretation von Messwerten ist primär der Standorttyp und nicht die geographische Lage wesentlich.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen, dass die Einteilung der Messstandorte in Standorttypen ein sehr nützliches Konzept ist: Gleiche Stationstypen haben sehr ähnliche mittlere Luftschadstoffbelastungen, obwohl diese Messstationen geographisch weit voneinander entfernt liegen (z.B. Rigi und Chaumont (R und C), Payerne und Tänikon (P und T), sowie Basel und Dübendorf (B und D)).  Dies legt nahe, dass diese Messstationen repräsentativ für den jeweiligen Standorttyp sind. Die Messwerte können auf vergleichbare Standortsituationen an anderen Orten in der Schweiz übertragen werden.

Die verwendete Klassierung in Standorttypen ist allerdings etwas grob, einige Messstationen vom gleichen Standorttyp weisen (erklärbare) Unterschiede auf: Zum Beispiel  sind die mittleren Luftschadstoffbelastungen an den südlich der Alpen gelegenen Messstationen höher, als an Messstationen vom gleichen Standorttyp nördlich der Alpen. Der Autobahnstandort nahe Härkingen (H) ist aufgrund der deutlich höheren Verkehrszahlen stärker belastet als derjenige bei Sion (S). Die städtische und verkehrsbelastete Messstation in Bern (B)  weist ebenfalls höhere Luftschadstoffbelastungen auf als diejenige in Lausanne (L). Die Messtation in Bern befindet sich in einer beidseitig bebauten Häuserschlucht, während die Bebauung in Lausanne einseitig offen ist.

Abbildung 1

 

Abbildung 1: Jahresmittelwerte für 2004 von Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2 ). Die horizontale und vertikale Linie gibt die jeweiligen Immissionsgrenzwerte an, die Buchstaben entsprechen den Anfangsbuchstaben der zugehörigen Stationsnamen. Für Jungfraujoch (J) ist der TSP Jahresmittelwert (TSP = total suspended particles) und nicht der PM10 Jahresmittelwert aufgetragen.

Abbildung 2

 

Abbildung 2: Jahresmittelwerte für 2004 von Feinstaub (PM10) und Ozon (O3 ). Die Buchstaben entsprechen den Anfangsbuchstaben der zugehörigen Stationsnamen. Für Jungfraujoch (J) ist der TSP Jahresmittelwert (TSP = total suspended particles) und nicht der PM10 Jahresmittelwert aufgetragen.

Abbildung 3

 

Abbildung 3: Jahresmittelwerte für 2004 von Stickoxiden (NOx) und Stickstoffdioxid (NO2 ). Die Buchstaben entsprechen den Anfangsbuchstaben der zugehörigen Stationsnamen.

weitere Themen
zurück  Links  Artikel versenden  Druckansicht