Um aus Schäden zu lernen, das heisst optimale Präventionsmassnahmen einleiten zu können, ist eine systematische Schadensabklärung notwendig. Die materialkundlichen Untersuchungsmethoden geben dabei wichtige Erkenntnisse, um Ursache und Ablauf des Versagens ableiten zu können. Der Werkstoff im Schadensbereich des Bauteiles kann gewissermassen als Datenträger bezeichnet werden, welcher minuziös die Schadensgeschichte in Struktur, Gefüge und Bruchmorphologie in sich abspeichert. Die Fraktografie, welche die Deutung der Bruchfläche zum Ziel hat, spielt dabei eine zentrale Rolle, und zwar deshalb, weil naturgemäss das Bauteilversagen oft in einem Bruchereignis endet. Sehr spezifische makroskopische und mikroskopische Bruchmerkmale deuten auf den Rissursprung, die Rissausbreitungsrichtung, die Versagensart, usw. hin.
Ausgehend von Fallstudien und Schadenfällen wird dieser Vortrag eine breite Werkstoffpalette umfassen, wobei auch Quervergleiche in Bezug auf fraktografische Befunde aufgezeigt werden. Die fraktografischen Beurteilungen erfolgen somit an Metallen, Keramiken und Faserverbundwerkstoffen. Leiterin EMPA Akademie Dr. Anne Satir
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