Aufgrund der erkannten, begrenzten Verfügbarkeit des Erdöls als Universalressource und der konsequenten Forderung zur Nachhaltigkeit (nach Brundland) im Umgang mit unserem Umfeld, wird in 5 Kapiteln dargestellt, wie die Bedeutung von NAWAROs* in Zukunft wachsen wird. Gleichzeitig sollen mit diesem Vortrag die Chancen, die sich aus der Kooperation zwischen EMPA und IBF AG (TEBO) ergeben haben, aufgezeigt werden.
Ausgehend von den bedeutendsten Ressourcenquellen aus Wald, Feld und Meer werden aus der Vielfalt der Möglichkeiten die pflanzlichen Fasern, insbesondere die Bast- resp. Stängelfasern näher erläutert. Dabei werden auch landwirtschaftliche und regionale Aspekte eingebracht.
Über den Aufbau und die Eigenschaften der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe, im vorliegenden Fall unter spezieller Betrachtung von Jute, Hanf und Kenaf, werden die erzielten Optimierungen gegenüber den bisherigen Aufbereitungsmethoden (Rösten) präsentiert. Ziel der Arbeiten war auch die Umwandlung sämtlicher anfallender Pflanzenteile (wie Mark und Schäben) zu Zwischenprodukten. So sind z.B. heutzutage Zwischenprodukte ohne trendige Farbgebung wenig erfolgversprechend. Neu ist in hier, dass Farbgebung und Produktveredelung bereits bei Zwischenprodukten erfolgen und so der bisherige beige bis hellbraune Farbton abgelöst werden kann.
Verschiedene nachhaltig zu produzierende Halbfabrikate aus Faser oder Mark allein und in Kombination mit diversen Zusatzstoffen werden vorgestellt.
Die Anforderungen an marktfähige, moderne Produkte mit Anspruch auf Nachhaltigkeit werden anhand der Adaptierung von NAWAROs* für die optimierte Verwendung in modernen Composites, Vlies- und Flächengebilden, wie sie bei Automobil-, Möbel- und Baustoff-Industrie in entwickelten Ländern wachsenden Einsatz finden, erläutert.
(*NAWAROs = nachwachsende Rohstoffe) Leiterin EMPA Akademie Dr. Anne Satir
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