Die Robinie (Robinia pseudoacacia) ist eines der ganz wenigen aus europäischen Aufforstungen verfügbaren Hölzer mit erheblichem Potential, schwere und dauerhafte Tropenhölzer in ihren traditionellen Anwendungsgebieten ersetzen zu können.
Schlechte Wuchsqualität, geringe Abmessungen und grosse Schwierigkeiten bei der Ver- und Bearbeitung haben jedoch bislang verhindert, dass das mit überdurchschnittlich guten Eigenschaften (Festigkeit, Stehvermögen, natürliche Dauerhaftigkeit) ausgestattete Holz zu qualitativ hochwertigen Produkten mit hohem Veredelungsgrad verarbeitet wurde. Dabei geht es vor allem um konstruktive Anwendungen im Aussenbereich unter hoher biologischer und mechanischer Beanspruchung, Rahmenbau, Fussböden, Spezialmöbel für den Innen- und Aussenbereich u.a.. Wesentliche technische Problembereiche sind die grosse Härte, die geringe Durchlässigkeit für Flüssigkeiten und Gase, wuchs- und trocknungsbedingte Spannungen sowie die Verleimung. Ein spezifisches Marketingproblem ist die grünlich-gelbe Farbe des frisch verarbeiteten Holzes, die beim Verbraucher nur wenig Akzeptanz findet.
Diese und andere Aspekte wurden im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes untersucht. Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung von Robinienholz für technisch anspruchsvolle Produkte werden anhand ausgewählter Beispiele (Trocknung, Verleimung, Dämpfen) dargestellt. Leiterin EMPA Akademie Dr. Anne Satir
|