In jüngster Vergangenheit wurde die Natur vermehrt als Vorbild für Innovation bei der Konstruktion und dem Design von Bauteilen herangezogen. Jahrmillionen der Evolution haben Strukturen hervorgebracht, die ihrer jeweiligen Funktion und Beanspruchung optimal angepasst sind. Holz stellt solch eine optimierte Struktur dar. Es vereint gerichtete Porosität mit grosser mechanischer Festigkeit bei gleichzeitig erstaunlich geringem Gewicht. Diese optimierte Struktur des Holzes will man sich heute bei der Herstellung synthetischer Materialien zu Nutze machen. Bei der Keramisierung von Holz überführt man diese in eine Keramik. Ziel ist die Erzeugung einer gerichtet porösen Struktur wie Holz mit dem Eigenschaftsprofil einer hochfesten sowie chemisch und thermisch sehr resistenten Keramik.
Die Keramisierung von Holz kann über verschiedene Verfahrenswege erreicht werden. Über die Infiltration von SiO2-Sol konnten an der EMPA hochtemperaturbeständige Strukturen aus SiC mit hoher, uniaxialer Porosität erzeugt werden, die grosses Potenzial besitzen, als hochporöser Werkstoff oder Keramik-Matrix-Verbundwerkstoff zum Einsatz zu kommen.
Leiterin EMPA Akademie Dr. Anne Satir
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