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| 15. April 2002 |  | Materialforschung aus dem Weltall? |
| |  | Einsatzmöglichkeiten von Fernerkundung und räumlichen Informationssystemen an der EMPA |
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ReferentInnen:
|  | Zah Rainer, Abt. Nachhaltige Informationstechnologie |
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Ort:
|  | EMPA, St.Gallen |
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Inhalt:
|  | Während den letzten Jahren sind Qualität und Verfügbarkeit von Satellitendaten, aber auch Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Rauminformationssystemen stark gestiegen. Da gleichzeitig die Einsatzkosten massiv gesunken sind, eignen sich diese Technologien für immer breitere Anwendungsgebiete und werden daher auch für Forschungsprojekte an der EMPA interessant. Unter Fernerkundung verstehen wir die Messung und Interpretation der von der Erdoberfläche reflektierten oder emittierten Strahlung. In der Regel werden dafür Sensoren auf Flugzeugen oder Satelliten eingesetzt. Die beste derzeit erhältliche Auflösung von Satellitenbildern im sichtbaren Wellenlängenbereich (QuickBird) liegt bei 60 cm. Es steht aber auch eine Vielzahl niedrig-auflösender Sensoren zur Verfügung, die Luftschadstoffe, Meerestiefen, Vegetationsmuster unter einer Wolkendecke und vieles anderes messen können. In räumlichen Informationssystemen (GIS) lassen sich beliebige Daten mit Raumbezug, beispielsweise Satellitenbilder, Landesstatistiken oder lokale Messdaten untereinander kombinieren und analysieren. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich, sobald räumlich komplexe Vorgänge untersucht werden sollen. Dies ist an der EMPA beispielsweise bei der Lärmbekämpfung, bei der Luftfremdstoffmodellierung oder beim Einsatz von Informationstechnik für eine nachhaltige Entwicklung der Fall. An der EMPA St.Gallen sollen Fernerkundung und GIS erstmals im Rahmen des FANARO-Projekts in Westbengalen eingesetzt werden: Erneuerbare Faserrohstoffe wie Jute oder Kenaf lassen sich nicht grossindustriell einsetzen, weil unter anderem Quantität und Qualität der Erntemenge schwer vorhersagbar ist. Da die Felder in Indien von Kleinbauern bestellt werden und landwirtschaftliche Karten meist nicht vorhanden sind, sollen die Anbauflächen der verschiedenen Faserpflanzen automatisch aus Satellitendaten erkannt und vermessen werden. In einem GIS werden anschliessend die Anbauflächen mit Umweltdaten und Messdaten von Versuchsfeldern gekoppelt und ein Informationssystem für die Optimierung des Faseranbaus und für die Qualitätssicherung in der Produktionskette entwickelt. Leiterin EMPA Akademie Dr. Anne Satir
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