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Langzeitmonitoring kritischer Infrastruktur

Mehr und mehr interessiert es, Bauwerke permanent zu überwachen. Temperaturabhängige Bauteilbelastungen zu kennen ist ebenso wichtig wie mechanische. Der Einsatz von Leichtbau-Werkstoffen und das generelle Interesse an Überwachungssystemen zur Frühwarnung im Schadensfall erfordern zunehmend permanente Bauwerküberwachungen. Bauteilkräfte und Materialspannungen werden vielfach aus Dehnungsmessungen ermittelt; ergänzend zu Dehnungsmessstreifen (DMS) setzt die Abteilung Elektronik/Messtechni/Zuverlässigkeit auch faseroptische Bragggitter-Sensoren (FOS) ein. Beide Sensortypen eignen sich durch ihre hohe Auflösung von 1µm/m, Zuverlässigkeit und die vernachlässigbare Drift sehr gut zur Langzeitüberwachung von Bauwerken. FOS sind zudem unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen und erfordern einen geringeren Verkabelungsaufwand.

Durch die EMPA permanent überwachte Objekte:

  • Storchenbrücke in Winterthur (seit 1996): Eine Schrägseilbrücke mit 22 Spannkabel aus Stahl und zwei aus kohlenstoffverstärktem Kunststoff (CFK) – übrigens eine Entwicklung der EMPA. Hier wurden die DMS und FOS auf die CFK-Drähte appliziert.
  • Fussgänger- und Fahrradbrücke über die Kleine Emme bei Luzern (seit 1998): Eine Stahlrohrfachwerkbrücke mit CFK-Vorspannkabeln. Hier wurden erstmals direkt bei der Drahtherstellung in die CFK-Drähte eingebettete FOS verwendet.
Storchenbrücke Winterthur
Emmen Brückenansicht

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