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Vortrag EMPA-VA-2002-06-06-01 06. Juni 2002
06. Juni 2002MIC: Die Revolution der Farbkommunikation in der Textilindustrie
ReferentInnen: Dr. P. Herzog, Color Aixperts GmbH, Aachen
Inhalt: Die Ausweitung von zwei Mode-Saisons pro Jahr auf vier oder gar zwölf Saisons geht mit einer starken Verkürzung der Kommunikationszyklen einher. Hierbei ist es nicht mehr möglich, für jedes entworfene Dessin ein gewebtes Muster herzustellen. Bisherige Versuche, über das Internet Farbinformationen zu übertragen, z. B. mittels E-Business-Plattformen, scheiterten.
Vielerorts werden CAD-Programme zum Stoffdesign eingesetzt mit der Möglichkeit, eine Simulation des Gewebes zu erzeugen. Die auf Papier gedruckten Farben stimmen jedoch meist zunächst weder mit dem Bildschirm, noch mit einem als Vorlage dienenden Originalstoff überein. Umfangreiche, manuelle Korrekturen werden notwendig.
In dem Vortrag werden kurz die Ursachen für das Scheitern der mit herkömmlicher Technik ausgestatteten Imaging-Systeme (Scanner oder Kamera, Monitor, Drucker) dargelegt. Die Lösung wird in Form des MIC-Systems (Multispectral Image Communication) vorgestellt, das erstmals die farbgetreue Digitalisierung von Stoffen und anderen Materialien und die farbgetreue Wiedergabe auf Bildschirmen und Druckern ermöglicht.
So wird dem professionellen Benutzer erstmals die Möglichkeit gegeben, sowohl existierende Muster zu digitalisieren als auch neue Dessins per Software zu erstellen, und beide rein digital an einen Geschäftspartner zu übertragen. Dieser "sieht" dann die Muster in der gleichen Farbtreue wie der Absender. Er kann sie mit entsprechender Software weiterverarbeiten und an seinen Kunden schicken. Damit wird vor allem in der Design-Phase die Kommunikation zwischen Stoff- über den Bekleidungshersteller bis hin zum Handel erheblich beschleunigt.
 
Leiterin EMPA Akademie
Dr. Anne Satir
 
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