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Krippenplätze nun an allen Standorten
Die Empa bietet neu auch an den Standorten St. Gallen und Thun Krippenplätze für die Kinder von Mitarbeitenden an. Somit ziehen diese Standorte Dübendorf gleich, welcher schon seit zehn Jahren mit dem Kinderpavillon ein solches Angebot bietet.

Entgegen der immer noch herrschenden Meinung, Kinder würden ausschliesslich durch die Mutter betreut, sieht die Realität in der Schweiz ganz anders aus. Vier von fünf Frauen sind heute erwerbstätig, auch solche mit kleinen Kindern. Wenn beide Elternteile berufstätig sind, stellt sich die Frage, wie die Beutreuung der Kinder aufgeteilt wird. Wollen sowohl Vater wie Mutter mehr als 50 Prozent arbeiten, sind sie auf Fremdbetreuung angewiesen. Dabei kann nicht jede Familie auf Grossmütter und Grossväter zurückgreifen.

 

Familienergänzende Kinderbetreuung sehr gefragt

Zurzeit ist die Nachfrage nach familienergänzender Kinderbetreuung aber bedeutend grösser als das Angebot. Krippenplätze sind schweizweit sehr knapp und es gibt teils lange Wartezeiten.
Fortschrittliche Firmen bieten aus diesem Grund ihren MitarbeiterInnen betriebseigene Krippenplätze an und realisieren geeignete Arbeitszeitmodelle. Dies hatte auch die Gruppe Kristall vor rund zehn Jahren erkannt. Die Empa mit ihren rund 800 Mitarbeitenden beschäftigt nämlich 240 Väter und Mütter von vorschul- oder schulpflichtigen Kindern das sind rund 29%. Auf Initiative von Kristall hin entstand damals die IG Kinderpavillon, die mit finanzieller Hilfe von Empa und Eawag eine Kinderkrippe am Standort Dübendorf realisierte. An den beiden anderen Standorten mit wesentlich weniger Mitarbeitenden liess sich und lässt sich auch heute eine eigene Krippe nicht rechtfertigen. Alternative Lösungen waren daher gefragt und wurden nun auch gefunden.
An den Standorten St. Gallen und Thun wurden Verträge mit lokalen Kinderkrippen abgeschlossen, die «Empa-Kindern» einen gewissen Vorrang bei der Aufnahme gewähren. Eine Thuner Krippe bietet sogar für Schulkinder Betreuungsplätze an, so dass hier das Angebot optimiert werden konnte. Nun kann die Empa also an allen drei Standorten Betreuungsplätzen anbieten und erhöht somit ihre Attraktivität als fortschrittliche und familienfreundliche Arbeitgeberin.

 

Es gibt noch viel zu tun
Die Empa ist bezüglich der Chancengleichheit auf dem richtigen Weg. Die Mitglieder des Projekts Kristall sehen jedoch noch viel Handlungsbedarf, um eine breite Abstützung dieses Gedankens bei allen Mitarbeitenden zu erreichen. Dies erfordert weiteres Engagement, Aufklärungsarbeit, Zeit, Kreativität, Hartnäckigkeit und – besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit – Mut zu zukunftsgerichteten Investitionen.
Diese Investitionen zahlen sich jedoch langfristig für das Unternehmen aus:

  • Sie steigern die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt
  • Sie steigern die Effizienz
  • Sie motivieren die Mitarbeitenden
  • Sie schaffen ein angenehmes Betriebsklima
  • Sie senken die Fluktuationsrate.


Bereits ist eine leichte Tendenz zu einer besseren Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau erkennbar. Der Anteil Haushalte mit geteilter Verantwortung stieg zwischen 1997 und 2000 um rund 3 Prozentpunkte auf 17%. Immer mehr Frauen und Männer wollen Beruf und Familie unter einen Hut bringen. Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedeutet, dass sowohl Männer wie Frauen ihr Engagement in der Familie mit dem Erwerbsleben verbinden können, ohne dass sie bezüglich Lohn, Laufbahnchancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufgabenzuteilung benachteiligt werden.
Auch für die  Empa genügt es nicht mehr, nur eine interessante Arbeit anzubieten, wenn sie auch in Zukunft hochqualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden will. Die Möglichkeit seine (künftigen) Kinder kompetent und liebevoll betreuen zu lassen, kann für potentielle MitarbeiterInnen bei der Stellenauswahl entscheidend sein.

Autorinnen: Andrea de Meuron, Anne Satir, Gruppe Kristall

Interessierte MitarbeiterInnen können sich direkt bei den jeweiligen Krippen melden und bei einer Anmeldung darauf hinweisen, dass sie Empa-MitarbeiterInnen sind. Die Beiträge richten sich nach den jeweiligen Richtlinien und sind in Thun und St. Gallen lohnabhängig.

 

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