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Kleinste Röhrchen für flache Bildschirme

Flachbildschirme könnten durch Nanotechnologie noch günstiger und brillianter werden. Winzige Kohlenstoff-Nanoröhrchen (KNR) bringen die Bildschirme zum Leuchten. Diese röhrenförmigen Makromoleküle aus reinem Kohlenstoff haben eine Länge von einigen Mikrometern und einen Durchmesser von wenigen Nanometer.

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Das Ultra-Hochvakuum Raster-Anoden-Feldemissionsmikroskop für Sony.

 

Nanoröhrchen unter dem Mikroskop

Bislang kamen in Feldemissions-Flachbildschirmen (FED) kleine, wenige Mikrometer grosse Metallspitzen als Elektronenquelle zum Einsatz. Ihre Produktion ist aber ist so kompliziert und kostspielig, dass sich FED trotz ihrer hervorragenden Bildeigenschaften kaum gegen die herkömmlichen Bildschirmröhren oder LCD-Bildschrime durchzusetzen vermögen. KNR könnten nun FED zum Durchbruch verhelfen. Sie sind nicht nur einfach herzustellen, sondern auch kostengünstig. In Zukunft soll jeder Bildschirmpunkt (Pixel) eine eigene KNR-Elektronenquelle besitzen, welche direkt hinter ihm positioniert ist.

Bis die neuen Flachbildschirme jedoch marktreif sind, bleibt noch einiges zu tun. Unter anderem müssen die Emissionseigenschaften der KNR im Detail untersucht werden. Auf diesem Gebiet nehmen die ForscherInnen der Empa eine weltweit führende Stellung ein. Schon seit Jahren studieren sie die Elektronenemission der KNR. Um die winzigen Röhrchen vollständig  zu charakterisieren, haben sie eigens ein Raster-Anoden-Feldemissionsmikroskop (RAFEM) entwickelt.

 

Sony nutzt Empa-Technologie

Für Sony Display Technology (Japan) konstruierten die ForscherInnen ein Ultra-Hochvakuum RAFEM, welches auf die Bedürfnisse der Bildschirmentwicklung bei Sony massgeschneidert wurde. Dieses Mikroskop stellt für Sony ein wichtiges Instrument für die Entwicklung und Qualitätskontrolle ihres neuen Feldemissions-Flachbildschirms dar, der möglicherweise schon bald Einzug in die Wohnzimmer halten wird.

Die KNR sind weiterhin ein wichtiger Forschungsschwerpunkt für die Empa. In Zukunft wird sich das Forschungsteam vermehrt der Untersuchung und Manipulation der elektronischen Eigenschaften einzelner KNR widmen. Ziel ist es, KNR als aktive Elemente in elektronischen Schaltkreisen einzusetzen.

 

Kontakt: Dr. Oliver Gröning, Tel. +41 33 228 2225, oliver.groening@empa.ch

Abteilung nano@surfaces

Nanotechnologie

Als Materialforschungsinstitution des ETH-Bereichs ist die Empa auf vielen Gebieten der Nanotechnologie tätig und erzeugt neues Wissen, neue Materialien, neue Anwendungen und transferiert dieses Know-how zu potenziellen AnwenderInnen.

 

Millimeterdünne Flachbildschirme werden Wirklichkeit

Gut zehn Jahre nach ihrer Entdeckung durch Sumio Iijima von der NEC Corporation sind Kohlenstoff-Nanoröhrchen (KNR) in der Grundlagen- als auch angewandten Forschung etabliert. In Laboratorien rund um den Erdball werden sie als experimentelle Transistoren, Sensoren, mechanische Verstärkungen oder Elektronenquellen verwendet. Und vielleicht werden schon in wenigen Jahren flache Fernseher an der Wand hängen, deren Funktionsprinzip wesentlich auf KNR-Elektronenquellen beruht.

Zum Downloaden

Das JPG-Foto für den Download (669 KB) finden Sie hier.

Den Text zur Pressemitteilung über kleinste Röhrchen für flache Bildschirme (37 KB) als PDF-File finden Sie hier.

  • Datum: Dienstag, 22. März 2005
  • Ort: Restaurant Au Premier (Bahnhofbuffet Zürich), Raum "Les Trouvailles"
  • Zeit: 10.30 bis ca. 11.30 Uhr mit anschliessendem Apéro
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