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Haustechnik der 2000-Watt-Gesellschaft
Potential Wohngebäude

 

2000 Watt als Vision

Um eine ökologisch nachhaltige Entwicklung zu erreichen, sind vor allem eine Reduktion der weltweiten CO2-Emissionen sowie eine langfristige Stabilisierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre erforderlich.

Der benötigte Energieverbrauch zur Erreichung von Wohlstand und wirtschaftlichem Wachstum beziffert sich auf ca. 2000 Watt/Person. Die Differenz zwischen dem zulässigen fossilen Verbrauch und dem Gesamtverbrauch muss aus «CO2-freien» und längerfristig aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Darauf basiert die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft.

Energieverbrauch in der Schweiz

Durchschnittlich 3000 Watt verbraucht eine Person an fossilen Energien in der Schweiz, weltweit sind es 1800 Watt. Um bis ins Jahr 2030 das Zwischenziel einer fossilen 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen, muss der Verbrauch an Erdöl und Erdgas in der Schweiz um den Faktor 1.5 sinken. Bis ins Jahr 2050 soll sich der Gesamtverbrauch um den Faktor 1.6 und der fossile Verbrauch um den Faktor 2 reduzieren. Langfristig muss der Bruttoenergieverbrauch – fossil und erneuerbar – von heute 5100 Watt auf 2000 Watt mit einem fossilen Anteil von 500 Watt sinken. Diese Ziele sind allerdings nicht zu erreichen, wenn nicht alle Potentiale in allen Verbraucherkategorien genutzt werden.

Potential Wohngebäude

Der Gebäudepark, welcher für beinahe 60% des heutigen Energieverbrauchs verantwortlich ist, spielt in der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Die effizientsten Einzellösungen – Kombinationen aus fortschrittlichen Gebäuden mit Haustechniksystemen – übertreffen bereits heute ihre Anforderungen. Die Auswirkung auf den gesamten Gebäudepark ist jedoch durch die langen Erneuerungszyklen deutlich gedämpft. Ein realistisches Umsetzungsszenario, welches für Neubauten den Minergie-P-Standard und für Vollsanierungen den Minergie-Standard voraussetzt, prognostiziert eine Absenkung des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2050 um den Faktor 1.8 bei einem fossilen Anteil um Faktor 2.4. Diese Faktoren liegen geringfügig über den geforderten Durchschnittswerten der 2000-Watt-Gesellschaft. Um das Potenzial auszuschöpfen, bedarf es allerdings grosser Anstrengungen vor allem auch auf der wirtschaftlichen und gesellschaftlich-kulturellen Ebene, denn die Technik allein genügt nicht!

Kontakt: Markus Koschenz, Tel. +41 44 823 41 75, markus.koschenz@empa.ch

Leiter Abteilung Energiesysteme/Haustechnik

Mehr zur 2000-Watt-Gesellschaft

 

  • Novatlantis - Nachhaltigkeit im ETH-Bereich
    novatlantis setzt die neusten Erkenntnisse und Resultate aus der Forschung im ETH-Bereich für eine nachhaltige Entwicklung von Ballungsräumen um. An praktischen Beispielen wird aufgezeigt, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen kann. Gemeinsam mit ForscherInnen und WissenschaftlerInnen des ETH-Bereichs (auch der Empa) initiiert novatlantis transdisziplinäre Projekte.

 

  • Neue Publikation: Markus Koschenz, Andreas Pfeiffer: Potenzial Wohngebäude. Energie- und Gebäudetechnik für die 2000-Watt-Gesellschaft. Schriftenreihe Nachhaltigkeit. Faktor Verlag, Zürich 2005. 130 Seiten, 60 Gra. ken, gebunden, Preis 50 Franken. ISBN 3-905711-00-1, Bezug: Faktor Verlag http://www.faktor.ch (Download PDF-file mit Buchankündigung hier, 525 KB)
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Den Text zur Pressemitteilung zur 2000-Watt-Gesellschaft (23 KB) als PDF-File finden Sie hier.

Die an der Pressekonferenz gezeigte Präsentation finden Sie hier (PDF-File, 98 KB).

  • Datum: Dienstag, 22. März 2005
  • Ort: Restaurant Au Premier (Bahnhofbuffet Zürich), Raum "Les Trouvailles"
  • Zeit: 10.30 bis ca. 11.30 Uhr mit anschliessendem Apéro
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