Bereits bei relativ geringen Spannungen entsteht ein starkes elektrisches Feld am freien Ende des Röhrchens. Elektronen, die aufgrund dieses starken Feldes aus der Spitze der Nanotubes ausgerissen werden, prallen auf die Leuchtstoffschicht des Bildschirms und regen die Punkte zum Leuchten an. Jeder einzelne Bildpunkt besitzt eine eigene Elektronenquelle, die zur überragenden Farbqualität und Helligkeit beiträgt.
Die grosse Herausforderung besteht im Moment darin, die geometrische Struktur der Nanotubes während ihrer Entstehung zu kontrollieren. Derzeit ist ihre Qualität noch nicht marktreif, denn die Nanoröhrchen wachsen wild und unvorhersagbar. In dieser Form werden sie der etablierten Elektronenquellen-Technologie, den Metallmikrospitzen, kaum gefährlich. In Fribourg und Thun wird nach Methoden gesucht, um die geometrische Anordnung der Nanotubes durch organisiertes, orientiertes Wachstum zu steuern. Zur Verbesserung der Elektronenemission wird mit verschiedenen, durch Widerstände konditionierten, elektrischen Kontaktschichten experimentiert, auf denen die Röhrchen in Zukunft diszipliniert wachsen sollen. |